Für den Fall der Fälle – Online-Backup mit Backblaze

Wer schon mal die Erfahrung gemacht hat, seine Fotos oder irgendwelche wichtigen Daten durch einen Festplatten-Crash verloren zu haben, der weiß, dass das nicht so erfreulich ist. Damit so etwas nicht erneut geschieht, kauft man sich eine externe Festplatte zur Datensicherung. Bekommt man es dann noch auf die Reihe, einigermaßen regelmäßig den externen Datenträger einzustöpseln und ein Backup zu erstellen, ist man schon mal in einer komfortableren Situation. Zumindest in einer signifikant besseren als zuvor.

Jetzt kann man sich überlegen, ob man mit der besseren Situation leben kann oder ob man noch einen Schritt weiter gehen möchte. Denn bei beispielsweise Feuer, Diebstahl oder einem Überspannungsschaden nützt einem die externe Festplatte im Zweifel herzhaft wenig. Nun mag da jeder seine eigene Philosophie haben, seine eigenen Erfahrungen gesammelt haben und auch ganz individuelle Ansprüche haben. Im Folgenden möchte ich kurz meine Lösung beschreiben.

Ich habe mich zusätzlich zur externen Festplatte für eine Online-Backup-Lösung entschieden.

Warum Online-Backup? Ist das nicht unsicher, doof und überhaupt?

Warum? Es ist einfach, relativ günstig und läuft ohne weiteres eigenes Zutun im Hintergrund ab. Und falls es mal unglücklicherweise zu einem der oben genannten Fälle kommt, muss ich jedenfalls nicht den Dateien hinterher trauern und auch nicht bei null beginnen. Es ist einfach eine zusätzliche Sicherheit, die keinen großen Aufwand meinerseits erfordert. Und im besten Fall muss ich den Service nie in Anspruch nehmen.

Natürlich gibt es auch kritische Punkte: Wem vertrau ich da welche Dateien an? Ist das ein ominöser Anbieter mit fragwürdigem Auftritt oder steht ein bekanntes Unternehmen hinter dem Anbieter? Ist der Anbieter zuverlässig? Überhaupt: Sicherheit und Datenschutz.

Hier kann man Risiken mindern, indem man vertrauliche Dokumente und Ordner vom Online-Backup ausschließt oder nur verschlüsselt überträgt. Erfahrungsberichte anderer Nutzer können bezüglich der Zuverlässigkeitsfrage hilfreich sein.

Welchen Anbieter ich gewählt habe und warum

Meine Wahl fiel auf Backblaze*. Das hat folgende Gründe:

  • Unbegrenzter Speicherplatz: Möchte man beispielsweise einen Haufen RAW-Fotos sichern, können auch 100 Gigabyte wenig sein.
  • Akzeptabler Preis: 50 US-Dollar im Jahr, also etwa um die 36 Euro.
  • Software für Mac OS Ⅹ: Nistet sich in den Systemeinstellungen ein; die automatische Sicherung und die zu sichernden Ordner sind konfigurierbar
  • Wiederherstellungsmöglichkeiten: Wahlweise via Download, DVD oder USB-Festplatte

Erste Erfahrungen mit Backblaze

Mittlerweile habe ich Backblaze seit zwei Monaten in Betrieb und bin durchaus zufrieden. Das Erst-Backup ist nervig, je nach Internetverbindung und Dateivolumen kann es einige Tage bis Wochen dauern. Darüber kann man aber hinwegsehen, denn ist die erste Sicherung geschafft, werden nur noch neue oder geänderte Dateien gesichert. Das geht schnell und unbemerkt im Hintergrund. Testweise habe ich über das Web-Interface auf einige gesicherten Dateien zugegriffen – der Download ging einfach und problemlos.

Alles in allem habe ich damit eine für mich gut funktionierende Sicherungsmethode gefunden.

* = Affiliate-Link

24. März 2011 # #

» 2 Kommentare

  1. kuschti:

    Ich habe Anfang des Jahres mir die genau gleichen Gedanken gemacht. Und da ich schon einmal Fotos eines ganzen Jahres verloren habe, wollte ich diese Erfahrung nicht noch einmal machen.

    Daher sichere ich…
    1. via Time Machine auf die TC
    2. auf ein Drobo
    3. seit 2 Monaten auch zu Backblaze

    Und siehe da, vor zwei Wochen crashte die iMac HD. Time Machine hatte komischerweise nicht die aktuellsten Daten gesichert und daher brauchte ich schon das erste mal Backblaze. Und ich war wirklich froh!


  2. […] schon fast ein Jahr lang. Und tatsächlich verlängere ich meinen Account gerne, denn meine Meinung zu Backblaze hat sich bis heute nicht verändert. Die Qualität der Lokalisierung des Mac-Programms […]

    Backblaze +1 » korsti.de/blog