Mit Bloggen Geld verdienen – Was gut klappt und was nicht

Jepp, ganz schön reißerischer Titel. Aber ich denke, ich habe in den letzten Monaten genug Erfahrungen gesammelt, um einen kleinen Überblick geben zu können, welche Methoden gut funktionieren, und welche weniger gut. Natürlich gibt es keine Patentrezepte. Betrachtet diesen Artikel eher als kleines Resümee meinerseits, als einen kleinen Erfahrungsbericht.
Vorab sei gesagt: Reich wird man als Durchschnittsblogger nicht. Aber es gibt viele kleine Möglichkeiten, wenigstens die Server‑ und Domainkosten abzudecken. Und das ist ja auch was Feines. In diesem Artikel äußere ich mich zu fünf mehr oder weniger bekannten Methoden: Google AdSense, LinkLift, Trigami, Amazon PartnerNet und die direkte Vermarktung von Links.
Zudem gehe ich davon aus, dass man ein Blog führt und Geld verdienen Nebeneffekt betrachtet, und nicht um des Geldes Willen bloggt. Von letzterem halte ich nicht viel, und qualitativ sind solche Blogs auch im seltensten Fall. Gehen wir davon aus, dass man ein Blog hat und die Kosten decken möchte. Und darüber hinaus eventuell noch ein kleines Taschengeld verdienen möchte.
Google AdSense
Das Anzeigen-Programm vom Suchmaschinen-Riesen Google ist weit verbreitet, und eigentlich kennt jeder die kleinen Anzeigen-Boxen. Man könnte also davon ausgehen, dass die vielen Webmaster, die diese Anzeigen schalten, damit auch erfolgreich sind. Man könnte also davon ausgehen, dass Google AdSense das Nonplusultra ist. Aber das stimmt so nicht.
Dadurch, dass diese themenrelevanten Anzeigen-Blöcke so bekannt sind, und ihr typisches Aussehen sie auch direkt als Werbung und Fremdkörper identifiziert (jedenfalls für internetkundige User), haben sie entsprechend geringe Klickraten – und nur für Klicks gibt es Cash. Warum die Methode trotzdem bei einigen klappt? Die Masse macht’s! Je mehr Traffic eine Website hat, desto mehr Klicks haben auch die AdSense-Anzeigen. Heißt: Ab einem gewissen Besucherstrom rentiert sich die Geschichte.
Pro: Leichte Integrierung & Anpassung; bei gut besuchten Websites und auf Dauer rentabel
Contra: Nichts für gering-frequentierte Websites & Neueinsteiger; relativ geringe Klickraten; werden oft als unschön angesehen
Link: Google AdSense
Trigami
Trigami ist ein Dienst, der sich auf »Geld verdienen mit Blogs« spezialisiert hat. Blogger können sich dort anmelden und sich für Kampagnen bewerben. Das können Testberichte, Werbeberichte oder Werbeanzeigen sein. Einen ausführlicheren Artikel zu Trigami hab ich schon geschrieben: »Geld verdienen mit Trigami – Erfahrungsbericht.
Kurz zusammengefasst:
Pro: Ein Dienst extra für Blogger; bequeme Abwicklung
Contra: Relativ geringe Kampagnenanzahl; nur wenige Kampagnen passen thematisch zum eigenen Blog
Link: Trigami (Affiliate Link)
LinkLift
»Mit Links Geld verdienen« verspricht LinkLift. Auf LinkLift kann man seine Website oder seinen Blog eintragen und Textlinks vermarkten. Über ein Script werden gebuchte Textlinks in die eigene Website integriert. 70 Prozent der Einnahmen gehen an den Publisher, 30 Prozent behält LinkLift für sich selber. Auch besteht die Möglichkeit, selber Links zu kaufen.
LinkLift kam schon negativ ins Gespräch, da angeblich Websites von Google abgestraft wurden – aufgrund von LinkLift-Textlinks. Schließlich werden die Websites per ohne »nofollow« verlinkt, und ihr Google-Ranking durch die gekauften Werbeplätze verbessert.
Pro: Bequeme Integrierung & Abwicklung; Textlinks stören kaum und nehmen nur wenig Platz in Anspruch
Contra: Manche Websites bekommen einfach keine Anfragen; eventuelle Abstrafung durch Google
Link: LinkLift
Amazon PartnerNet
Das Partnerprogramm von Amazon ist interessant, wenn man über Bücher, Filme, Musik und so weiter schreibt. Amazon ist ohne Frage bei den Online-Shops ganz vorne dabei und erfreut sich großer Beliebtheit. Schreibt man nun Testberichte, Rezensionen oder Artikel über bestimmte Produkte, verlinkt auf die Produktseite von Amazon, und ein Leser kauft bei Amazon, so erhält man bis 10 Prozent Provision.
Ich habe mit meinem Literatur-Blog Read that! die Erfahrung gemacht, dass sich das Partnerprogramm auf Dauer lohnt. Allerdings braucht es Zeit und Geduld. Mir persönlich gefällt es, allerdings ist es nicht unbedingt für jeden Blogger sinnvoll.
Pro: Großer, bekannter Online-Shop, bei dem eh viele Leute einkaufen; ob Links, Banner oder Widgets, die Werbemittelauswahl ist groß
Contra: Nicht für jeden Blogger interessant; Geduld ist vonnöten
Link: Amazon PartnerNet
Direkte Vermarktung von Links
Die Selbstvermarktung des eigenen Blogs soll recht effektiv sein, vorausgesetzt, man bloggt schon eine Weile und hat gewisse Besucherzahlen vorzuweisen. So kennt man aus diversen Blogs die 125 × 125 Werbebanner oder Direktlinks, die normalerweise monatlich vermietet werden. Ich habe mich noch nicht direkt damit beschäftigt oder aktiv versucht, Links zu vermarkten. Allerdings kamen auch so schon Werbeanfragen rein, woraus sich schließen lässt, dass es funktioniert, und schnell verdientes Geld ist.
Pro: Leicht verdientes Geld
Contra: Aktivität vonseiten des Bloggers vonnöten; Blog sollte schon höhere Besucherzahlen haben
Titelfoto: Photocase
Glaube Du hast dich verschrieben bei dem Linklift-Absatz oder sind die Links dort wirklich nofollow?
@Matti: Jap, du hast recht. Das »per« sollte ein »ohne« sein – hab ich korrigiert ;-) Danke für den Hinweis!
Adsense kann man fast beliebig anpassen – mittlerweile sogar die Schrift. Insofern fallen zumindest reine Text-Blöcke nicht mehr aus dem Design und dürften kaum als Werbung wahrgenommen werden (mit Ausnahme des »Google-Anzeige-Schriftzugs).
Trigami ist durchaus empfehlenswert – besonders, seitdem die Links in den Artikeln zwingend auf nofollow gesetzt sein müssen und so eine Abstrafung durch Google eigentlich umgangen werden dürfte.
LinkLift … naja. Alleine schon vom technischen her (viel Code; wozu bitteschön?) eher weniger empfehlenswert. Zumal gekaufte Links über kurz oder lang außer Mode kommen dürften – jedenfalls nach diesem so einfachen Muster. Da sind Anbieter wie Teliad, die Contentlinks vermarkten, noch eher zu empfehlen.
Toller Beitrag, jedoch hast DU Inlinks.de vergessen. Das sind Contentlinks, die von Google nicht erkannt werden. Zudem Contaxe.ch – kontextuelle Werbung
@Torsten: Contaxe und Inlinks habe ich nicht »vergessen«, sondern habe ich mit den beiden Diensten noch keine Erfahrungen gesammelt. Ich habe den Artikel auf meine persönlichen Erfahrungen aufgebaut, und nicht einfach alle Möglichkeiten aufgelistet.
Also Linklift finde ich bis jetzt gut. Habs seit zwei Monaten drin und komme damit gut auf 75 Euro im Monat. Das finde ich für einen privaten Blog mit mittleren Besucherzahlen eigentlich ganz gut.
AdSense lief anfangs ganz gut, sodass ich bereits zwei Auszahlungen hatte. Mittlerweile überlege ich, es wieder rauszunehmen. Keine Ahnung, warum es zurückgeht…
>bei dem Linklift-Absatz oder sind die Links dort wirklich nofollow
Soweit ich weiß kann man das selbst bestimmen, …wobei da frage ich mich, wer solche nofollow Links überhaupt bucht.
Ich habe in letzter Zeit backlinkseller.de in einige meine Projekte integriert und bis auf wenige Kleinigkeiten im Interface bin ich damit sehr zufrieden. Ich weiß nicht wie es demnächst aussehen wird, aber momentan gibt es da glaub ich zuviele Advertiser, so dass es sich für Webmaster lohnt.
Eine sehr schöne Zusammenstellung. In den meisten Punkten würde ich mit dir Konform gehen, andere hättest Du weiter ausführen können. Beispiel Trigami. Da kommt man nämlich erst rein wenn man bereits eine Menge Seo betrieben hat.
Gruss Sascha