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»Krrrzchhh« sagte die Festplatte

Krrrzchhh. Mehr hatte mir mein MacBook am vergangenen Montag nicht zu sagen. Kein Bling sondern ein ekliges Kratzen hatte es für mich übrig. Hochfahren? Heute nicht. Eine dunkle Ahnung hab ich, möchte gar nicht daran denken, aber die Gewissheit kommt doch: Festplatte. Kaputt.

Ganze 322 Tage hat mich mein MacBook ohne Probleme begleitet, war mein täglich einfach da, wurde zur Selbstverständlichkeit. Backups? Hmm… na ja, eine externe Festplatte wollte ich mir in den nächsten Wochen zulegen – aber mal ehrlich: Backups sind doch nur für Feiglinge. Feiglinge haben’s besser.

Also: 43 Tage vor Garantie-Ende beim Apple Support anrufen, der Stimme vom Band die gewünschten Zahlen liefern, zwei Minuten Musik hören, dann kurz mit dem netten Callcenter-Mitarbeiter quatschen. Ab ins Auto, zum nächsten Apple Authorized Service Provider. Einige kritische Blicke des Technikers und dann die ernüchternde Diagnose: »Wird wohl die Festplatte sein.«

Selber Schuld, Daten sichern sollte ja eigentlich selbstverständlich sein – war es vor einiger Zeit auch noch. Nach einigem Forschen treffe ich auf einen Artikel bei Retrodata, der gerade meine Festplatten-Serie betrifft. Seagate, 2,5 Zoll, China, Firmware 7.01 – die tödliche Mischung. Mist.

Warum ich das alles schreibe? Nun, das hat einige Gründe: Der mahnende Zeigefinger für Backup-Verweigerer, die Vorlage für Kritiker – Apple Produkte sind auch keine Wundermaschinen – und vielleicht ein bisschen Selbstbemitleidung. Na ja, das System steht schon halb wieder, um die Daten – besonders die Fotos – ist es ziemlich Schade. Beim nächsten Mal ist man (hoffentlich) schlauer. Immerhin hat das Reparatur-Prozedere nur einen Tag in Anspruch genommen.

7 Reaktionen zu “»Krrrzchhh« sagte die Festplatte”

Kommentare

  1. Benedict am 24. September 2008 um 22.22 Uhr #

    Hey Marcel, dass wird schon wieder. Um die Daten ist es natürlich wirklich Schade, aber du hast auch Daten verloren, die du nie in deinem Leben wieder berührt hättest – aber trotzdem nie gelöscht hättest ;) Also was solls.
    Die Reperatur ging ja echt schnell, ein Kumpel von mir durfte jetzt 3 Wochen warten, bis sie das Case repariert hatten ;)


  2. fidel am 24. September 2008 um 23.52 Uhr #

    Typisches Beispiel…denke den meisten Usern wird die Backup-Notwendigkeit erst klar wenn sie einmal richtig drastisch Daten verloren haben ….. dann klappt es meist, zumindest wenn man sich ein angebrachtes Prinzip bastelt das nicht in unmässiger Arbeit ausartet und trotzdem die Wünsche abdeckt.

    Viel Erfolg beim planen =)


  3. Marcel am 24. September 2008 um 23.55 Uhr #

    Dass mir diese Art von Datenverlust bereits das zweite Mal passiert ist, erwähne ich wohl besser nicht, oder? ;-) (Vielleicht klappt’s ja vor dem dritten Mal…)

    By the way: Kann man sich auf Time Machine verlassen, oder sollte man lieber manuell sichern?


  4. Balu am 25. September 2008 um 07.40 Uhr #

    Dafür hat der steve doch seine Zeitmaschiene gebaut, und die warnt sogar alle 10 Tage, wenn man mal nicht gebackuppt hat. Seit dem bin ich zwar eine Pussy und riskier nix mehr, habe dafür dann aber auch immer ein brandaktuelles Backup! Mein Macbook ist außerdem einfach viel zu alt um von der Seagate Serie betroffen sein zu können. Ich hab noch die guten alten neuen Western Digital mit nunmehr 250 GB drin :)


  5. fidel am 25. September 2008 um 21.51 Uhr #

    …. würde mich nicht auf TM verlassen, aber das ist Ansichtsache.
    In der Startphase hab ich das aktiv verfolgt und immer wieder von Problemen gelesen die für die User ein Reset der TM Platte bedeutete.
    Zumindest damals waren auch die Möglichkeitem im Falle einer vollen TM Platte nicht wirklich optimal.

    → würde CCC, SuperDuper o.ä vorziehen sofern du keine Daily Backups benötigst.

    Ich verwende ne Mischung aus SW-Raid (schlecht bei nem MacBook) sowie CCC und TM

    Sonst ggf selber was mit rsync scripten und gut is =)


  6. Matthias am 4. Dezember 2008 um 23.35 Uhr #

    ..ChronoSync ist auch ok.