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»Ich verkauf mein Blog!«

Blogschrott Screenshot

»Aus, Schluss, vorbei. Das ist kein ziemlich verspäteter Aprilscherz, nein, sondern die pure Wahrheit«, schreibt Yannick Eckl, Betreiber des Blogs »Blogschrott.net«, in seinem neusten Artikel. Als Grund nennt der 15-jährige Jungunternehmer und selbsternannte »SEO«, dass er sich fortan mehr mit seinem Job, seiner Ausbildung beschäftigen möchte.

Das ist ja auch ganz okay. Vernünftige Entscheidung, mag der ein oder andere sagen. Dagegen möchte ich gar nichts sagen. Vielmehr möchte ich mich mit der Frage beschäftigen, ob ein Blogger einfach so sein Blog verkaufen kann. Na ja, er kann es schon, aber ob das so sinnvoll ist…

Schließlich lebt ein Blog doch vom Blogger, von den Themen, von den Artikeln. Der Blogger verleiht dem Blog das gewisse Etwas. Wie kann man da ein Blog verkaufen? Oder besser: Was verkauft man da? Das System? Die geschriebenen Artikel? Die Leser? Die werden das nicht lange mitmachen. Das RSS-Feed-Abonnement kündigen, sich woanders niederlassen.

Da erscheinen dann auch Fakten wie »266.000 Unique Visitors«, »362.000 Page Impressions« und »PageRank 3« eher nebensächlich, ja, gar überflüssig. Schließlich werden die in Zukunft ausbleiben, sie kamen doch, um die Artikel vom Blogger zu lesen. Und der ist jetzt nicht mehr da.

Kann man einen Blogger einfach so ersetzen? Einfach austauschen? Was wäre das Basic Thinking Blog ohne Robert Basic? Was wäre Spreeblick ohne Johnny Haeusler und Co.?

Für mich ist das eher eine Aktion, um nochmal schnell Profit aus dem Blog zu schlagen, tot ist er ja eh bald. Und der Käufer, tja, der wird vielleicht zwei, drei Monate von den Werbeeinnahmen profitieren. Das war’s dann.

(via Feldstudie.net)

35 Reaktionen zu “»Ich verkauf mein Blog!«”

Kommentare

  1. Justin am 24. August 2008 um 19.14 Uhr #

    Ich kann mir Blogschrott ohne Yannick auch nicht vorstellen, aber wenn ein neuer Typ dahinter sitzt der seine Arbeit gut macht bekommt er die Leser ganz flott wieder zurück.


  2. Robert am 24. August 2008 um 20.46 Uhr #

    Ist doch ein schönes Exit-Szenario, wenn man einen Käufer findet. Und das wird Yannick sicher, über eine Preis wird man sich einigen. Besser als den Blog zum Schrott ;-) zu werfen und dort verrosten zu lassen.


  3. blender am 24. August 2008 um 20.47 Uhr #

    Ach man kann die Domain nutzen oder das Thema eben explizit weiterschreiben. Blogschrott ist nun wirklich kein überaus toller Blog und der Autor Yannick auch kein besonders guter Schreiber, eher ein oberflächlicher Typ, der einmal in der Woche was schreibt und aus irgendeinem mir nicht verkennbaren Grund populär wurde. Wirklich, wen juckt es ob Blogschrott nicht mehr Blogschrott ist, es ist ja nicht so als ob der Blog irgendwie besonders innovativ oder unheimlich kreativ war. In seinem Gebiet gibt es interessanteres.


  4. Jonathan am 24. August 2008 um 20.49 Uhr #

    Na, wieviel wird er schon kriegen? Vielleicht 100–200 Euro, für einen 15-jährigen viel Geld, deswegen dieser Weg. Jemandem anders wäre sein Ruf wahrscheinlich mehr wert als 100 Euro und er würde das Blog einfach dicht machen anstatt zu riskieren, mit noch folgenden Aktionen in Verbindung gebracht zu werden.


  5. Yannick am 24. August 2008 um 20.56 Uhr #

    100–200 €? Willst Du mich verarschen? :D


  6. blender am 24. August 2008 um 21.07 Uhr #

    Ne der wird 5000+ verlangen, was ich auch gerecht fände, obwohl ich kein Fan von ihm bin. Auch mit 15 hat man Geldträume.


  7. Yannick am 24. August 2008 um 21.09 Uhr #

    Hmm.. Ich hab mir abgewöhnt zu träumen. In der Welt der Träumer gibts zuviele, die nur reden, anstatt zu machen. Aber das ist eine andere Akte.


  8. Henning am 25. August 2008 um 01.24 Uhr #

    Ich teile die Bedenken von Korsti. Ein Blog lebt von seinem Autor oder seinen Autoren. Wenn es eh schon ein Gemeinschaftsblog wäre und einer der Autoren geht, wäre das noch ein wenig anders zu betrachten, aber so?!

    Wenn zufällig jemand den Blog kauft, der ein ähnliches Profil hat (sowohl inhaltlich als auch vom Stil und vom Denken her), dann macht es Sinn und er kann sich einen Startvorteil verschaffen. Wenn er bei null anfangen würde, wäre es etwas schwerer sich am Anfang Aufmerksamkeit zu verschaffen.

    Aber letztenendes entscheidet über den mittel‑ bis langfristigen Erfolg das, was der neue Besitzer daraus macht. Und das muss er dann eben selber machen, das ist im Preis nicht inbegriffen. Und das könnte er in den meisten Fällen sicher ähnlich gut wie mit einem ganz neuen Blog.


  9. Hasan am 25. August 2008 um 03.11 Uhr #

    »In der Welt der Träumer gibts zuviele, die nur reden, anstatt zu machen.« Das ist mal ein Wort! und das von einem 15 Jährigen.. viel erfolg für seine zukünftigen projekte..


  10. jan am 25. August 2008 um 04.32 Uhr #

    100–200 Euro???
    Zuletzt war von 500 Euro oder so monatlichen Einnahmen die Rede.
    Ein Jahresumsatz ist da wohl minimum.
    Durch die Aktion jetzt wohl eher das doppelte.


  11. Thomas am 25. August 2008 um 10.21 Uhr #

    Jan, ich spekuliere jetzt einmal, dass er DEUTLICH unter den Jahresumsatz bleiben wird. Blogs verdanken ihre Besucher teils den Suchmaschinen und teilweise dem klassischen Blogleser. Viele der Blogleser wird Blogschrott wegen des Verkaufes verlieren. Auch die Suchmaschinenbesucher gehen zurück, wenn nichts Neues nachkommt, denn die alten Themen verlieren an Aktualität.


  12. Joaquin am 25. August 2008 um 11.28 Uhr #

    Sicher lebt ein Blog vom Blogger, aber die Domain hat auch schon ihren Wert und Rang. Nicht jeder wird sofort abspringen und genug werden ebenso neugierig auf den Neuen sein und das alles Lesen wollen. Es gibt gibt genug Belege dafür, dass derlei Projekte vor den Karren gefahren wurden aber ebenso andere die erfolgreich weitergeführt wurden.

    Die weitere Entwicklung wird es zeigen und andere werden hier sicherlich folgen.


  13. Pelle am 25. August 2008 um 11.29 Uhr #

    Ich schließe mich da »blender« an. Das Blog wurde aus einigen Gründen gehypt. Hauptsächlich wohl, weil der Besitzer so jung ist. Dafür, dass er sich als Texter ausgibt, waren die Einträge jedoch qualitativ eher recht weit unten auf der Skala anzusiedeln und die Themen waren auch nicht wirklich spannend.


  14. Pepino am 25. August 2008 um 12.55 Uhr #

    Mich hat’s nie wirklich interessiert… und nur weil jemand jung ist? nö, danke.


  15. David am 25. August 2008 um 13.24 Uhr #

    Um das Blog tut es mir aber echt nicht leid.
    Kein großer Verlust.

    Und wenn jemand so blöd ist, für ein Blog Geld auszugeben, soll er doch.
    Hab ne Zeit lang überlegt, selbst ein Blog unter einem Pseudonym aufzumachen und zu behaupten, ich sei 12 oder so :-)

    Nebenbei: es gibt mittlerweile relativ viele junge Blogger. Auch solche, die es aus Spaß machen und deren Blogs man gerne liest. Bestes Beispiel worldofmig.de (12 Jahre alt)


  16. dani am 25. August 2008 um 15.55 Uhr #

    als »ab und zu« leser von blogschrott werde ich auf jeden fall die ersten beiträge des neue besitzers (wenns dann dazu kommt) verfolgen. im grunde genommen kann es ja nur noch besser werden. und wenn 50 % der leser auch so denken, bleibt doch noch einiges übrig. ich denke es macht sinn den blog zu übernehmen, man würde auf jeden fall nicht bei null anfangen müssen.


  17. David am 25. August 2008 um 17.32 Uhr #

    @dani: In den Kommentaren bei Feldstudie stand was von geschätzten 5–10.000 Euro. Dann doch lieber bei Null anfangen.


  18. dani am 25. August 2008 um 18.40 Uhr #

    naja. das ist meiner meinung nach überbewertet ;-)

    aber ich bin der meinung, dass einer der was vom thema versteht, die leser halten kann, auch wenn es nicht mehr der selbe blogger ist und sein stil anders sein wird.


  19. JanR am 25. August 2008 um 23.47 Uhr #

    Bei StoiBär ist über dieses Thema eine recht interessante »Unterhaltung« am laufen. Was Yannick da aber von sich gibt, ist deutlich unter der Gürtellinie.

    http://www.stoibaer.de/warum-blogverkaufen-stinkt.html

    Ich selbst habe Blogschrott vorher nie gekannt und kann überhaupt nicht verstehen, warum dieser Blog so beliebt ist. Wie einige schon sagten: In seinem Gebiet gibt es weitaus besseres.


  20. Yannick am 26. August 2008 um 13.48 Uhr #

    Du findest Verleumdungen bzw. absolute Lügen und Unwahrheiten besser? Du tust mir Leid.


  21. Henning am 26. August 2008 um 14.09 Uhr #

    Yannick, schalt mal nen Gang zurück. Du tust ja gerade so als ob alle anderen Blogs zu deinen Themen Lügen und Unwahrheiten verbreiten. Mit sowas machst du dich extrem angreifbar – und reagierst dann gereizt, wenn du angegriffen wirst.

    Ich weiß von beiden Seiten nicht, warum sich das so hochschaukeln muss.


  22. JanR am 26. August 2008 um 15.35 Uhr #

    Ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass Lügen und Unwahrheiten besser sind als Beleidigungen.
    Ich hab nur auf deinen Beitrag reagiert, welcher mir negativer aufgefallen ist als die anderen.
    Werd mal ruhiger und fang an die Meinungen von anderen Menschen zu akzeptieren. Sonst kommt man nicht sehr weit!


  23. Yannick am 26. August 2008 um 16.32 Uhr #

    @Henning, was die meisten Blogs schreiben, ist mir doch egal :) Ich bezog mich auf einen gewissen Michael K., der in den Kommentaren auf Stoibaer.de eine ganz miese Nummer abgezogen hat. Nichts weiter :)


  24. Thomas am 3. September 2008 um 12.45 Uhr #

    Der Blog Blogtod lauert überall. Schade ist nur, dass Inhalte dann der reinen Spekulation weichen, denn ein Blog ist etwas organisch Gewachsenes, zu dem viele beigetragen haben. Nicht nur der Blogger, sondern auch der Leser und Kommentator oder geht es letztlich wirklich nur um Statistiken, Pagerank und Werbeeinnahmen? Das ist eine Debatte, die nicht nur Blogs umfasst, sondern die »freie« und kreative Gestaltung von Seiten und Inhalten im Allgemeinen.


  25. Andreas Herrmann am 12. Januar 2009 um 00.21 Uhr #

    Ich gebe dir Recht, ein Blog liebt vom Initiatoren selbst, seinem Gedankengut und seiner Federführung. Ich denke gleichfalls, dass ein solcher Blog, nach seinem Verkauf, nur dann eine gute sowie rentable Überlebenschance hat, wenn der Käufer oder die Käuferin, das gleiche Herzblut in den Blog einbringt. Hierfür ist ein guter Kontakt zum Blog-Verkäufer ganz sicher hilfreich. In diesem Sinne, auf eine positive Blog-osphäre!