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Warum validieren?

Validator

Validierung, das ist unter Web-Standard Fanatikern ein geflügeltes Wort geworden. Einer sagte mal, hey, das ist gut, super, fortschrittlich; die restliche Meute folgte dem Trend oder blieb bei dem Standpunkt: Validieren? Wozu? Warum? Gerade bei HTML/CSS Einsteigern sieht man oft die lustigen W3C-Buttons mit grünem Haken drauf. HTML valid. CSS valid. Seht her, ich hab ne Top-Website.

Wenn man dann mal nachhakt und sie fragt, was das eigentlich soll, dieses Validieren, da trifft man oft auf fragende Gesichter. Wozu? Tja, äh, warum eigentlich? Neben den Einsteigern mit den bunten Buttons gibt es noch eine andere Gruppe: Die Verweigerer. Sie sagen, ihre Website sieht auch ohne durchgeführte Validierung gut aus, funktioniert, passt. Validieren? Das raubt doch nur Zeit, ist etwas für penible Erbsenzähler. Das Ergebnis zählt.

Ergebnisse zählen, was auch immer man erreichen möchte. Ob man eine Website über Bildung oder Spiele, Aromatherapie oder Casinos (http://www.casino.com/de/), Reisen oder Kochen – man tut sich selbst einen gefallen, wenn man validiert. Das zeigt sich auf verschiedener Art und Weise.

Es spart nicht nur Zeit, sondern lässt die Website professioneller aussehen. Man kann Fehler finden, die man sonst nicht gefunden hätte. Es nimmt nicht viel Zeit in Anspruch und braucht nicht viel Know-how. Mach es heute und streich es von der Todo-Liste.

Fehlerbehebung, mehr Kontrolle

Mit dieser interessanten Frage – »Why validate?« – hat sich erst kürzlich Paul O’Brien beschäftigt. Gerade bei Einsteigern, die immer mal gerne nach seiner Hilfe suchen, stellt er nüchtern fest: »Probably as many as 5 out of 10 calls for help that Ⅰ receive are things that could have been solved by simply running CSS and HTML through the W3C validation service.« Fehlerbehebung, mehr Kontrolle über die eigene Arbeit, den eigenen Quellcode, verspricht der erfahrene Webdesigner.

Es reicht schon eine falsch gesetzte geschweifte Klammer im CSS-Code, und schon sieht die Website in allen Webbrowsern unterschiedlich aus – nur ein Beispiel. Und gerade diese Fehler deckt eine Validierung der Website auf. Man kann sie mit der Rechtschreibprüfung eines Schreibprogramms überprüfen. Da fragt schließlich auch niemand: »Rechtschreibprüfung? Wozu? Meine Texte kann doch auch so jeder lesen.«

Nicht nur für Anfänger

Doch nicht nur Anfänger können von der Funktion profitieren, auch erfahrene Entwickler behalten so den Überblick und bleiben bei einem sauberen Quellcode – auch wenn sie sicherlich nicht so oft die Validierung benötigen.

Natürlich heißt es nicht, dass eine Website super ist, nur weil der Quelltext valide ist. Schließlich ist auch nicht jeder fehlerfreie Text sofort ein Bestsellerroman. Aber es hilft.

Link: »Why validate?« – englischsprachiger Artikel von Paul O’Brien
Link: W3C HTML Validatior
Link: W3C CSS Validator

5 Reaktionen zu “Warum validieren?”

Kommentare

  1. Dr. Azrael Tod am 22. August 2008 um 14.30 Uhr #

    Spätestens als ich mal versucht habe mir meine Daten als RSS/Atom-Newsfeeds per Hand auszugeben wurde mir klar wozu man Validierung DRINGEND braucht.
    Es ist ohne dies einfach grauenvoll schwer herauszufinden wo im Markup-Text welcher Fehler versteckt ist, außerdem erleichtert es die Anpassung an gegebene Standards und ermöglicht so eine Optimierung der Ausgabe auch für Lesesoftware, die man nicht selbst testen kann. (Sie muss sich halt nur ebenfalls an die Standards halten)

    PS: An dieser Stelle bitte keine Fragen warum ich nicht einfach eine lib verwendet habe, die meine RSS-Streams problemlos generiert!


  2. Dave am 22. August 2008 um 16.20 Uhr #

    Mir hilft das Validieren auch, beim »korrigieren« von neuen oder veränderten Webseiten. Finde es ein sehr nützliches Werkzeug.


  3. Benedict am 22. August 2008 um 17.17 Uhr #

    Muss ernsthaft zugeben, dass ich früher jede Website bis zu 100 % Valide probiert habe zu erstellen, das Validieren aber mitlerweile einen eher zweiten Rang bei mir eingenommen hat. Aus dem einfachen Grund, dass es einfach Codes gibt, die nicht Validierbar sind, aber nicht anders Funktionieren können, gerade wenn es ins Komplexere geht.
    Werde aber nach dem Artikel nocheinmal vermehrt drauf achten.
    PS: Schön geschrieben ;)
    PPS: Dieser Artikel weist 10 HTML Fehler und 5 CSS Fehler auf ;)


  4. Marcel am 22. August 2008 um 17.20 Uhr #

    Aus dem einfachen Grund, dass es einfach Codes gibt, die nicht Validierbar sind, aber nicht anders Funktionieren können, gerade wenn es ins Komplexere geht.

    Da kommt es drauf an, welchen doctype du wählst, und was du wie umsetzen möchtest. Eigentlich geht so gut wie alles ;-)

    PPS: Dieser Artikel weist 10 HTML Fehler und 5 CSS Fehler auf ;)

    Komisch, bei mir wird nur einer angezeigt… Na ja mal schauen, gerade die Amazon Ads etc. bringen da einiges an Fehlern mit sich.


  5. hank am 8. Juni 2009 um 06.01 Uhr #

    Wer sichs mit WordPress einfach machen möchte guckt hier.