Howto: Eigenen Lifestream selber erstellen

In letzter Zeit wird über Dienste wie Lifestream.fm und Friendfeed immer mehr gesprochen. Sie bündeln die Social-Networking-Aktivitäten ihrer Nutzer und präsentieren sie als Übersicht. So kann man auf einen Blick sehen, welche Fotos der Benutzer bei Flickr hochgeladen, welche Lesezeichen er bei del.icio.us gespeichert hat oder welche YouTube-Videos er gerade toll findet.
Hinter den Kulissen sieht es weniger spektakulär aus. Friendfeed und Lifestream.fm sind keine Zauberdienste, sondern nur Dienste, die Feeds auslesen können. Dass das gar nicht Neues oder Aufregendes ist, liegt auf der Hand. In nur wenigen Minuten kann man sich einen eigenen Lifestream zusammenschustern – wenn man denn ein bisschen Vorwissen hat.
Tutorials von Manuela Hoffmann und Chris Coyier
In Deutschland hat es Manuela Hoffmann vorgemacht und sich einen eigenen Lifestream erstellt. Und der kann sich schonmal sehen lassen. In einem Tutorial erklärt sie, wie sie bei der Programmierung und Erstellung vorgegangen ist.
Eine weitere Methode, seine Social-Networking-Aktivitäten zu bündeln, präsentiert Chris Coyier auf CSS-Tricks im Artikel »Build Your Own Social Home«. Er bietet zudem den Download seiner Dateien und des Quellcodes an.
Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte, ist mit dem Lifestream Blog sicherlich gut beraten.
So. Ob ich mir jetzt meinen eigenen Lifestream baue – mal schauen. Wie sieht’s bei euch aus?
Ich finde es persönlich nicht schlimm, dass es mehrere Feeds gibt. Wer meine Aktivitäten voll mitverfolgen möchte, abboniert eben alle Feeds – wahrscheinlich sind das nicht mehr als 5 – und werden es auch nie werden.
So hat man die Wahl, was man wählen möchte. Man sollte vielleicht eine Stelle einrichten an der alle Feeds aufgelistet sind, die man selber als sinnvoll erachtet. Prinzipiell mache ich mir aber eh »meine eigenen Feeds«. Bei Flickr werden alle interessanten Personen als Kontakte hinzugefügt und ich habe meinen persönlichen Feed abonniert. Bei Twitter sieht es ähnlich aus. Ansonsten bleibt nur das Blog und einige andere Dienste, die ich eh nicht regelmäßig nutze.
Wozu soll man dann noch ein Skript schreiben, dass vielleicht noch einen Filter mit eingebaut hat, der es ermöglicht Benutzern bestimmte Inhalte zu unterbinden? Wer auf so etwas steht, kann sich auch mit Pipes relativ schnell seinen eigenen Feed basteln. Just my 2 cents.
Es geht ja nicht darum, dass man das eine oder das andere unterbindet oder ausschließt. Sondern vielmehr listet man seine Aktivitäten auf einer Website auf. Für sich selber, oder die Leute, die keinen RSS-Feed abonnieren wollen/können/whatever. Wenn ich jetzt beispielsweise deine Netz-Aktivitäten verfolgen wollte, könnte ich zwar alle Feeds deiner Social-Networking-Dienste abonnieren, aber so ein Lifestream macht das etwas einfacher und komfortabler.
Wie sinnvoll das Ganze ist – darüber lässt sich sicher streiten. Warum macht man so etwas? Vielleicht nur weil man es kann.
Ich halte davon nichts.
Bald brauchen Geheimdienste keine Akten mehr zu führen, weil jeder Bundesbürger freiwillig im Netz alle erdenkbaren Informationen über sich preisgibt.
Der gläserne Mensch im Web 2.0 – na dann »Gut Nacht!«
Gruß, Daniel