Heatmaps – Crazy Egg und Google Analytics eine heiße Sache?

In der Blogosphäre ist es so, dass schnell ein großer Hype um ein neues Tool gemacht wird. Alle berichten mehr oder weniger euphorisch drüber und nach einigen Wochen ist es dann vergessen.
Eine ähnliche Entwicklung habe ich bei dem Website Tracking-Tool »Crazy Egg« beobachtet. Crazy Egg ist ein Dienst, der so genannte Heatmaps von Websites erstellt. Ein kleiner JavaScript-Schnipsel sendet Informationen an den Dienst. Dieser zeigt dann mit einem Website-Overlay an, welche Links am meisten geklickt wurden.
Links und Werbung effektiver platzieren
So spektakulär hört es sich beim ersten Durchlesen gar nicht an, aber Heatmaps können ziemlich interessant sein. Ein Website-Betreiber weiß so, wo seine Besucher oft hinklicken und was ihnen ins Auge fällt. Heatmaps helfen auch bei der effektiven Platzierung von Werbung oder Überschriften.
Zurück zu Crazy Egg: Crazy Egg war – soweit ich mich erinnern kann – der erste Dienst, der Heatmaps angeboten hat. Bis zu vier Websites können kostenlos getrackt werden, allerdings stehen dann die Funktionen wie »Live Reports« und nähere Informationen nicht zur Verfügung. Möchte man wirklich alles aus Crazy Egg rausholen, muss man schon in die Tasche greifen und mindestens 9 Dollar im Monat zahlen.
Kostenlose Heatmap bei Google Analytics

Das Internet wäre nicht das Internet, wenn es nicht eine kostenfreie Alternative gäbe. Der weit verbreitete Tracking-Dienst Google Analytics vom gleichnamigen Suchmaschinen-Riesen bietet neben vielen anderen Funktionen auch eine Heatmap an. Zu finden ist diese im Bereich »Content« → »Website-Overlay«.
Sind Heatmaps überhaupt noch sinnvoll?
Bei klassischen Websites mögen Heatmaps sehr sinnvoll sein und aufschlussreiche Informationen liefern. Bei Blogs und Websites mit RSS-Feed sehe ich das Problem, dass die Mehrzahl der Leser doch im RSS-Reader die Artikel lesen und nicht in regelmäßigen Abständen alle möglichen Blogs abklappern. So kann ihr Klickverhalten schonmal nicht gespeichert werden. Was bleibt sind die Daten der Spontanbesucher, beziehungsweise der Besucher, die Google und andere Suchmaschinen beisteuern.
Link: Crazy Egg
Link: Google Analytics
Habe mir gerade mal die Funktion bei Google angsehen. Nun ja, ich sollte die Werbung wohl innerhalb der Artikel platzieren, was ich bisher aber vermeiden wollte. Schwierige Entscheidung.
@Domenic: Hmm, Heatmaps zeigen ja, wo die Besucher am meisten klicken. Es ist also rein logisch, dass »normale« Links eher geklickt werden als die Werbung am Rand. Ich glaube nicht, dass sich die Anzahl der Klicks auf Werbung so dramatisch ändern wird, wenn du sie (störenderweise) in den Inhalt platzierst.
Auch wieder wahr. Ich wollte eh keine Werbung in die Artikel einbauen. Ich habe lieber Leser anstatt Einnahmen.
Habe bereits vor über zwei Jahren einen Artikel zu crazyEgg verfasst und muss sagen, dass sich damit durchaus die geeignete Position für bestimmte Elemente finden lässt. Probiere es doch mal mit ClickTale falls du es noch nicht kennen solltest.
Danke für den Tipp! ClickTale kannte ich wirklich noch nicht.
Bitte, gerne. Musste auch einige testen, bis ich die für mich idealen Anwendungen gefunden habe.
bei schnell drehenden (Nachrichten) Websites bringt eine Heatmap auch sehr wenig – die Nachrichten sind nunmal minütlich andere und klicke andere.
Man kann also höchstens eine Tendenz sehen (die Leute klicken eher oben und links als unten und rechts) aber für diese Aussage braucht man auch kein Tool…..
Ich finde Heatmaps hochinteressant. Google-Analytics bietet der Definition nach (bisher) aber eher eine Clickmap, die die Klicks auf einzelne anklickbare Elemente einer Webiste zählt und anzeigt. Die Klicks auf Werbung, die von extern eingebunden wird, können damit i.d.R. nicht getrackt werden.
Eine Heatmap zeichnet auch die Klicks auf, die der User ausserhalb von anklickbaren Elementen tätigt, so z.B. auch auf ein Bild was er für anklickbar hält, welches dies (bisher;-)) aber nicht ist.
Ich kann nicht nachvollziehen warum Google Analytics eine solche Funktion bisher nicht mitbringt, andere ansonsten vergleichbare Webanalyse-Tools können das.