Meine Stimme für ein Ironie-Element
Ironie. Was schon im richtigen Leben oft nicht so richtig klappt, gestaltet sich in schriftlicher, digitaler Form noch schwerer. Beim Sprechen können Gestik, Mimik und Tonfall helfen; in Internet-Texten fallen diese Komponenten weg. Und jetzt argumentiert nicht, dass Smilies diese Elemente ersetzen können. Das können sie nicht.
Wohin das führt? Zu regelmäßigen Missverständnissen, Streit und sinnlosen Diskussionen. Selbst bei noch so gut formulierten Texten kommt die Ironie nicht bei jedem Leser an. Muss sie ja auch nicht. Kann sie ja schon im »Real Life« nicht.
Aber jetzt mal wirklich: Ein W3C-valides Ironie-Element à la <ironie>Ist das toll!</ironie> wäre doch mal was, oder? So ein Ironie-Hover-Effekt. Nicht zu aufdringlich, aber schon bestimmt. Ich wäre jedenfalls dafür! Und dankbar.
Übrigens haben es die englischsprachigen Internet-Benutzer leichter. Sie können die Ironie-Hürde mit ihren »Not«-Witzen umgehen. Auf Deutsch hören die sich nämlich super an. Nicht.
Genug Nonsens für die nächsten Wochen.
Ironie sollte Ironie bleiben. Ich bin daher dagegen.
‹ironie>Ich bin dagegen.</ironie›
Ja, ein Ironie-Tag wäre wirklich nicht so schlecht. Man kann ihn ja jetzt schon, wie du, explizit schreiben und hilft dem geneigten Leser schon einiges weiter….
Klar sollte Ironie Ironie bleiben. Ich bin eigentlich auch der Meinung, dass es viel schöner ist, wenn es nicht alle erkennen – aber: Ironie kann in einigen Fallen auch schön nach hinten losgehen.
In den Fällen, in denen sie nach hinten losgehen kann, sollte man sie nicht benutzen und allgemein bewusster mit ihr umgehen, oder irre ich mich? Tags für stilistische Elemente sind doch nichts anderes als Smileys in textueller Form.
Weisen Smilies auf stilistische Elemente hin?
In manchen Fällen schon.