Nackte Tatsachen, wenig Wirkung

Normalerweise ziehen nackte Tatsachen die Massen an. Weniger ist oft mehr; allerdings nicht beim 3. CSS Naked Day. Zwar nahmen in diesem Jahr knapp 1.900 Blogs an der Aktion teil, doch umso weniger bekam man in der deutschen Blog-Landschaft davon mit.
Die Gründe liegen klar auf der Hand: Der CSS Naked Day bringt viele Nachteile mit sich. Ein großer Nachteil ist auf jeden Fall die Verwirrung, die bei den Website-Besuchern aufkommt, sobald die Website lädt. Hektisch überprüfen sie, ob mit ihrem Browser alles in Ordnung ist. Im schlimmsten Fall sehen sie den »Fehler« beim »dummen Webmaster«, und verlassen schnell die Website. Da hilft auch nicht der lange Erklärungstext, warum, wieso und weshalb – das ist dem Besucher letztendlich egal.
Aufmerksamkeit ist natürlich der gewünschte Effekt der Aktion. Allerdings geht sie meiner Meinung nach in diesem Fall doch zu sehr nach hinten los. Nächstes Jahr werde ich dann wohl nicht daran teilnehmen – es gibt noch genug andere Wege, Webstandards zu fördern. So ganz ohne Nebeneffekte.
Vor allem ist es den meisten Suchmaschinennutten peinlich, wie ihre Site plötzlich so ganz ohne Stylesheet aussieht. :D
Habe übrigens nur aus Faulheit nicht mitgemacht.
guten morgen aus wien,
hab dieses jahr zum 1. mal mitgemacht. mein provider hat mir gleich geschrieben, dass er das super findet (weniger serverlast;). für die verwirrung hab ichs gleich riiiesig in den header geschrieben um darauf hinzuweisen. aber du hast recht, dachte mir auch, dass sowenig mitmachen. musste mir auch anhören, dass manchen webstandards sowas von egal sind….
That’s the point! Man vergrault mehr durch diese Aktion, als man gewinnt…