Wenn Zeitungen twittern

»dpa sagt: Sechs Pulitzer-Preise für die Washington Post, zwei für die New York Times – und was bekommen wir?« So hört es sich an, wenn WELT Kompakt twittert. Was für viele Blogger schon lange selbstverständlich ist, hat nun auch die Allgemeinheit erreicht. Jedenfalls einen Teil davon.
Wenige Tage nach der re:publica in Berlin gibt die WELT bekannt: Wir twittern jetzt. Und das sogar recht erfolgreich, nach nur wenigen Tagen verfolgen rund 150 User das fröhliche Gezwitschere aus dem Redaktionsalltag. Seit heute Morgen ist auch die Hamburger Morgenpost mit von der Partie – knapp 100 Followers.
Twitter, von einigen schon abgeschrieben, erlebt im Moment eine kleine Renaissance. Man kann gespannt sein, was noch so kommt.
Dieses “always social online” bringt sicher mit sich, gut darüber informiert zu sein, was in der Twitter-Community läuft und damit einen Vorsprung zu haben vor denen, die es nicht sind. Aber ich bin mir fast sicher: Irgendwann wird es zum Privileg, sich nicht ohne Zeitverlust auf dem Laufenden halten zu müssen, und die eigene Befindlichkeit nicht mit der ganzen Welt teilen zu müssen. Twittern greift zu sehr in den eigenen Arbeitsprozess, erfordet das ständige “dranbleiben” und “mitmachen”, und das wird irgendwann jedem Webworker zu stressig.
Hallo Johannes!
Vorab gesagt: Ich hab auch eher eine gespaltene Meinung zu Twitter. Zum einen finde ich ganz sinnvoll und interessant, zum anderen ziemlich uninteressant unnütz ;-)
Hier würde ich das Feld erweitern! Man erfährt nicht nur interne Sachen, sondern hauptsächlich externe. Es werden wirklich oft interessante Links, Artikel, News und so weiter getwittert, auf die man sonst gar nicht mitbekommen würde. Ob es jetzt so tragisch ist, sie nicht mitzubekommen, ist ein anderes Thema ;-)
Auch hier kommt es darauf an, wie man Twitter nutzt. Ich gebe dir Recht, dass es ziemlich stressig wird, wenn man alle fünf Minuten jeden Quatsch twittert. Dann greift es auch sehr in den Arbeitsprozess ein. Wenn man allerdings nur spontan twittert und Tweets liest, dann kann Twitter wirklich toll sein!
Es gibt sicher noch so einige Dinge zu diskutieren, aber jetzt ist erstmal Schluss ;-)