Apple mal wieder durch die rosarote Brille

Bin gerade zufälligerweise auf den Artikel »Warum sollte ich ein MacBook kaufen? 100 Gründe« gestoßen. Da ich selber Besitzer dieses kleinen Helfers bin, habe ich just for fun angefangen die Liste durchzulesen. Leider muss sagen, dass darin ein Haufen Klischees auftauchen – wie so oft, wenn der ach so schöne Krieg Mac gegen PC geführt wird.
Da ich zu Anfang meiner kurzen Serie »Vom Fenster zum Apfel« versprochen habe, auch »einige „Gerüchte“ und Klischees aus dem Weg zu räumen«, folgt jetzt dieser Artikel. Dabei beschränke mich auf ein paar Punkte, die immer wieder gerne genannt werden.
»10. Man sollte sich ein MacBook kaufen, weil man sich nie wieder über Abstürze aufregen möchte.«
Schön wärs! Leider stürzen auch gerne mal Macs ab, wenn auch viel häufiger die Software. Man mag sich nun streiten, ob es beim Mac weniger vorkommt – trotzdem: Absturzfrei ist ein Mac auch nicht. Generell empfinde ich Mac OS Ⅹ als sehr stabil, jedoch kann ein vernünftig eingerichtetes Windows XP auch mithalten.
»20. (…) Sicherheitsupdates automatisch und schnell gemacht werden«
Täusche ich mich, oder ist das nicht auch so bei Windows XP? Jedenfalls war mein alter Laptop auch immer auf dem neusten Stand – so ganz automatisch. Zweifellos ist die Softwareaktualisierung in OS Ⅹ sehr praktisch, jedoch gibt es das in einer ähnlichen Form auch beim Erzfeind.
»42. (…) er einfach läuft«
Auch sehr groß umstritten… Meine Erfahrung ist, dass viele Dinge »einfach funktionieren«, das Betriebssystem intuitiv zu bedienen ist und vieles auch einfacher ist. Doch auch beim Mac treten mal Probleme auf, und dann denkt man sich »wo läuft hier einfach alles«?
»91. (…) man generell Werbung und Adware hasst«
Mit Adware hatte ich auch in Windows-Zeiten keine Probleme, und Werbung gibt’s auch auf’m Mac.
»95. (…) Wlan einfach funktionieren sollte«
Mein persönlicher Hasspunkt: Airport hat anfangs gar nicht funktioniert, und im Moment schlage ich mich noch mit sporadischen Ausfällen rum (die hoffentlich mit dem Update auf 10.5.2 behoben werden).
So, genug für heute ;-) Eine kleine Schlussbemerkung: Ich habe diesen Artikel auf meinem MacBook geschrieben, kann dieses nur wärmstens empfehlen, bin aber gegen diese Mac vs. PC Klischees.
Ohweh, das ist ja böse, ich hab mal dort – unabhängig von Deinen hier herausgegriffenen Punkten – nur die ersten 6 oder 7 Punkte gelesen, da rollen sich mir die Zehennägel hoch.
Ich denke da lässt sich auch lange darüber diskutieren. Ich bin vor 2 Jahren geswitcht. Alles hat mit einem MacMini angefangen. Jetzt habe ich ein MacBook Pro und bereue es echt keinen meter. Natürlich wie du sagst treten auch mal Probleme auf aber wenn ich mir vorstelle wie oft ich im Jahr mein System formatiere musste damit alles so lief wie ich es wollte. Ich bin schon froh beim Mac zu sein.
Ganz ehrlich: Innerhalb von drei Jahren habe ich meinen PC einmal formatieren müssen. Und das nur, weil ich zu viel im System rumgefuscht habe… Ich bereue den Wechsel nicht und hier läuft alles super – aber ich muss auch sagen, dass ich eine recht zuverlässige Windows-Zeit hatte ;-)
kann ich nicht behaupten….vielleicht konnte ich auch einfach nicht mit Windows umgehen….man sagt ja auch: Der größte Fehler sitzt vor dem Computer
mein macbook ist, ich schwöre bei allem was euch heilig ist, vor 15 minuten gnadenlos abgestürzt. ha! kackdreck. argh.
Son bullshit.
Apple mag ja sowas von geil sein, ich bin selber Mac besitzer …
Ich bin aber auch Windows besitzer und ich muss dazu sagen, dass auch sehr viel damit zu tun hat, wer vor dem Computer sitzt. Es ist schon intressant das mein Windows seit fast 2 Jahren ohne Probleme läuft, obwohl es sogar schon einen Grafikkarten-wechsel hinter sich hat. Wie Leute es schaffen sich Viren, Trojaner und ähnliches zu hohlen, frage ich mich immer wieder… Wer sich »Virus.exe« installiert, dem kann auch kein Mac mehr helfen!
Macs sind zudem genau so wenig perfekt wie Dosen! Ich hab mit Mac Os Ⅹ auch genug Probleme!
Es ist teilweise nur noch lächerlich, dass man sich beschwert, wie schlecht Windows doch läuft, weil man es selber versäumt den Marktanteil zu halten! Man darf nicht vergessen, es gab auch eine Zeit vor Windows – und in dieser hat sich Apple garantiert nicht mit Rum bekleckert!
Was Alex sagt. Ich habe btw mein WinXP nicht »formatieren« müssen, seit es neu rauskam, Ich habe auch mein Macos(9) nicht neuinstallieren müssen.
Thats the Point. Ich habe genügend Mac-Books und hastenichgesehen mit MacosX aufm Tisch gehabt, wo alles zu spät war, genauso wie ich genügend Rechner in der Mache hatte wo mit Windows alles rum war.
So what? Pebcac. Das ist allerdings was, was die Mac-Fanboi-gemeinde noch lernen muss. Den Anfang macht hier der im Eingangsbeitrag verlinkte äusserst peinliche Mac-Fanboi.
Es reicht nicht, einen hybschen Rechner zu haben und kuhl zu sein, man muss ihn auch bedienen wissen.
Juchu, mit diesem Beitrag konnte ich mich der »Mac-Fanboi«-Abteilung entziehen. Jetzt muss ich zu den Anonymen wechseln, auch wenn ich mich nicht mit Rum bekleckere (wie Alex so schön schreibt) ;-)
Spaß beiseite. Natürlich macht der Mensch vor dem PC oder Mac was aus. Wie Mike schreibt, habe auch ich schon hoffnungslos verlorene Macs gesehen. Natürlich nicht so häufig wie PCs – aber das liegt ja doch am Marktanteil.
Das Abschlussstatement gefiel mir am besten. Schöner Beitrag.
Guter Artikel,
bin Privat selbst jahrelanger PC User, hab eine Ausbildung als Informatiker und kenne mich auch entsprechend aus. Mitlerweile bin ich aber Mediengestalter und arbeite dementsprechend nur noch am Mac. Beides keine Wunderkisten, PC nicht und Mac auch nicht. Mac ist halt anschalten und es fluppt, PCs dafür oft erheblich billiger. Aber da liegt eigendlich auch der Kern der sache. Bau mal einen Mac mit Billighardware und den dazugehörigen Billigtreibern, verkauf ihn bei Aldi und warte darauf wie alle OS Ⅹ zerreißen. Oft kann das MS System garnix dafür was mit ihm gemacht wird. Bei Macs gibt es einheitliche Hardware die auch immer einen gewissen Standard hat, kein Wunder das es da insgesammt weniger Probleme gibt.
Allerdings möcht ich auch noch mal was zu den Preisen sagen. Bin im mom auf der Suche nach einem Laptop mit 13« Bildschirm. Also ein schön kleines Gerät. Vergleicht man da die Preise von PC Notebooks und den kleinen Macbooks, dann stellt man fest, dass sich die Preise kaum unterscheiden. In diesem Segment ist Apple also keineswegs teuer.
Daher wirds dieses mal wohl ein Macbook. Das ist dann quasi auch die beste Unterstützung zu meinem PC. Denn PC und Mac ist sicher besser als nur PC oder nur Mac ;) (wenn die Schriftenprobleme nur nicht wären. Uärgs)