Web 3.0 oder Schwachsinn? Der Computer via Internet: Nivio
Warum einen Laptop mitschleppen, wenn der eigene Computer im Internet ist? Hört sich konfus an? Ist es auch ein bisschen. Das Konzept: Per Internet-Browser greift man auf den Rechner zu. Das heißt überall da, wo man Zugriff auf das Internet hat, hat man auch Zugriff auf seinen Computer – die Hardware wird ferngesteuert. Nivio macht das möglich.
SPIEGEL ONLINE berichtete gestern über das Computer-Auslagerungs-System. Irgendwo in der Ferne, besser gesagt bei Nivio lagert das Betriebssystem auf dem Server. Via Internet-Browser loggt man sich ein und benutzt die Hardware des Computers. So hat man überall den vollen Zugriff auf sein eigenes Betriebssystem und Daten. Zudem können veraltete Rechner genutzt werden, da ja sowieso auf die externe Hardware zugegriffen wird.
Einmal bei Nivio registriert, kann das System 30 Tage kostenlos getestet werden, danach kostet es monatlich eine Mietgebühr. Sämtliche Freeware, von Firefox über Winamp bis zum Open-Office-Paket ist enthalten. Kostenpflichtige Software wie beispielsweise das Microsoft Office Paket können gekauft und integriert werden.
Laut SPIEGEL ONLINE ist das System allerdings noch nicht ganz ausgereift. Zum Beispiel sind Streaming-Anwendungen und Spiele noch eine Hürde, die die Entwickler überwinden müssen. Zudem sind Web 2.0 Anwendungen eine große Konkurrenz und vor allem kostenfreie Alternative.
Ein weiteres Problem, das ich sehe, ist der Datenschutz-Aspekt. Warum sollte ich meine privaten Dokumente auf einem fremdem Server lagern und dafür noch Geld bezahlen? Wie nützlich ist so ein Dienst überhaupt? Ist es nicht doch praktischer den Laptop mitzuschleppen? Denn eins darf man nicht vergessen: An den Computer via Internet kommt man halt nur via Internet und mit einem anderen Computer dran ;-)