Ich mag den Amazon Kindle. Ich lese gerne Bücher auf ihm. Das ist nicht verwunderlich, denn genau dafür wurde er gemacht. Gut gemacht.
Eine Schwachstelle hat er jedoch: die Verwaltung der Bücher. Ich rege mich seit dem ersten Tag darüber auf, dass die Auflistung der Bücher so undurchdacht ist. Auf der einen Seite wirbt Amazon damit, dass rund 3.000 Bücher auf dem Gerät Platz haben, verschweigt aber auf der anderen, dass es schon bei 30 unübersichtlich wird.
Ausgangslage
Fangen wir mit dem Status quo an: Schaltet man den Kindle an (und hat nicht gerade ein Buch geöffnet) befindet man sich auf dem HomeScreen. Dort werden die E-Books aufgelistet. Grundsätzlich kann man zwischen folgenden Sortierungsoptionen entscheiden:
- Nach Autor (Genauer gesagt: nach Vornamen – warum auch immer. Das macht bei Freunden im Adressbuch vielleicht noch Sinn, hier aber nicht.)
- Nach Titel (Hierbei werden allerdings auch Sammlungen angezeigt.)
- Zuletzt geöffnet
- Nach Sammlungen
Letztgenannte Option ist bei vielen Büchern vermutlich die sinnvollste. Man kann Büchern einer oder mehrerer Sammlungen zuordnen und so beispielsweise nach Genres aufteilen.
Das zweite Problem: man kann nicht wirklich auf einen Blick erkennen, ob man ein Buch schon gelesen hat oder noch nicht.
Zwar gibt es eine Fortschrittsbalken unter den Büchern, aber sobald man nach dem Durchlesen eines Buches erneut irgendeine Seite aufruft und daraufhin zum Homescreen wechselt, zeigt der Balken eben diese Stelle an – und nicht, dass man das Buch bereits komplett gelesen hat.
Neu gekaufte E-Books werden mit einem kleinen »neu« als eben solche ausgewiesen. Allerdings verschwindet der Indikator sofort, nachdem man das Buch auch nur einmal angeklickt hat – unwiderruflich. Klingt erstmal logisch, aber angenommen, man kauft sich mehrere Bücher auf einmal und will nur mal kurz reinschauen oder klickt versehentlich ein Buch an, ist der Indikator für die Katz.
Optische Trennung nach Lesestatus
Am logischsten würde ich eine Aufteilung nach Lesestatus finden. Bücher die man aktuell liest optisch getrennt von Büchern, die noch ungelesen sind oder schon gelesen wurden. Das könnte beispielsweise so aussehen:

Vielleicht wäre es auch sinnvoll, die Schriftgröße auf dem Homescreen anzupassen. Es passen derzeit 10 Bücher auf eine Seite. Verwendete man die gleiche Schriftgröße und –art wie im Kindle Store, würden mehr Bücher auf eine Seite passen. Das würde der Übersicht gut tun.
Weitere Gedanken
- Bücher sollten zusätzlich manuell als »ungelesen« oder »gelesen« markiert werden können.
- Wird ein Buch manuell oder automatisch (beim Erreichen der letzten Seite) als gelesen markiert und danach irgendeine Seite des Buchs aufgerufen, sollte es trotzdem als gelesen markiert bleiben.
- Bei der Titel-Sortierung sollten Sammlungen ausgeblendet werden.
- Bei der Autoren-Sortierung nach Nachnamen sortieren. Im Zweifel kennt man eher den Nachnamen als den Vornamen eines Autors.